...so könnte man mein Wochenende am besten beschreiben.
Los ging es am Freitag abend nach der Arbeit zusammen mit Alena mit einer Session im Fitness-Studio - Body Conditioning. Bis jetzt halte ich meinen Vorsatz also noch ;)
Danach waren Diliana und ich bei Paul eingeladen zu einer kleinen House-Party. Er hatte noch ein paar russische und amerikanische Freunde eingeladen und der internationale Mix war perfekt. Da ich allerdings für Samstag schon Ausflugspläne hatte und mich morgens um 7.30Uhr am Bahnhof mit Theresa, Mary Ann und Christian treffen sollte, habe ich mich dann um 2Uhr nach Hause verabschiedet als es für die anderen Party-Gäste weiterging in die Vodka-Bar. Trotzdem war der Abend ein gelungener Einstieg ins Wochenende. Am Samstag morgen klingelte auch schon pünktlich um 6.30 Uhr der Wecker (das ist früher als ich in der Woche für die Arbeit aufstehe) um rechtzeitig am verabredeten Treffpunkt zu sein. Wir hatten einen Trip nach Rostov Velikij geplant, allerdings mussten wir am Bahnhof erstmal Schlange stehen um Tickets für den Zug zu ergattern. Als wir endlich dran waren nach ca. 30min warten, wurde uns eröffnet, dass die Plätze ausverkauft sind. So etwas gibt es auch nur in Russland - keine Fahrkartenautomaten, sondern Schlangen vor den Ticketschaltern und ausverkaufte Züge. Naja, da wir nun schon so früh aufgestanden waren und das Wetter mit strahlend blauem Himmel und Sonnenschein lockte (wahrscheinlich hat meine Beschwerde geholfen ;)) wollten wir nicht so leicht aufgeben und wenigstens irgendwo anders hinfahren. Also hieß es spontan umplanen und dann wieder Schlange stehen um Tickets für das nächste anvisierte Ziel - Sergijew Possad - zu kaufen. Diesmal hatten wir Glück und saßen schließlich um 9Uhr im Zug in Richtung Sergijew Possad, auch bekannt unter dem Namen Sagorsk. Die Stadt wird als Wallfahrtort in ganz Russland verehrt und war bis in die späten 80er Jahre der Sitz des Patriarchen der orthodoxen Kirche. Aufgrund der russischen Baukunst aus 6 verschiedenen Jahrhunderten zählt das Klostergelände zum Unesco-Weltkulturerbe. Nach ca. 1h30min Zugfahrt erreicht man die Stadt von Moskau und ist in einer anderen Welt. Dort angekommen haben wir die Gegend zu Fuss erkundet und die totale Idylle bei schneeweißer Landschaft und Sonne genossen. Es war wie im Bilderbuch - kaum Autos und Menschen, nur ein zugefrorener Fluss, vereinzelt Eisfischer und Landschaftsmaler vor der wunderschönen Kulisse des Klosters - eine willkommene Abwechslung zur hektischen Stadt Moskau. Wir haben den Tag dann in der Klosteranlage vertrödelt und sind am späten Nachmittag wieder zurückgefahren. Der Samstag Abend verlief dann eher ruhig, da ich noch ein wenig Schlaf nachzuholen hatte von der Woche und der Nacht zuvor. Heute war ich zum Mittagessen mit Olga verabredet, sie hatte Besuch von 3 spanischen Freunden aus Barcelona und ich konnte bei der Gelegenheit meine Sprachkenntnisse mal wieder ein bisschen aufpolieren. Allerdings beschränkt sich mein Spanisch ja nur auf Grundkenntnisse und mit dem derzeitigen Russisch-Unterricht komme ich immer durcheinander mit den Vokabeln. Daher war es echt interessant, denn wir unterhielten uns zwischenzeitlich auf 4 verschiedenen Sprachen - Russisch, Englisch, Deutsch und Spanisch. Schließlich mussten wir feststellen, dass obwohl kein Native-Speaker dabei war, Englisch die Sprache ist, die uns alle vereint und in der wir am flüssigsten kommunizieren konnten. Mh, das macht schon nachdenklich - trotzdem oder gerade deswegen lerne ich fleissig russisch und spanisch will ich auch auf jeden Fall noch vertiefen. Nach dem internationalen Treffen mittags war ich am Abend mit Diliana und Sascha zum Kino zu "The Spiderwick Chronicles" verabredet. Nun bin ich wieder zu Hause und blicke nach dem voll beschäftigten Wochenende auf eine neue Arbeitswoche. Schaut euch rechts die Fotos von Sergijew-Possad an!
Neue Geschichten aus Moskau gibts nächste Woche
Sonntag, 23. März 2008
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